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Super-Tourer aus Maranello

Auch das Design des 1992 präsentierten Ferrari 456 ist für seine Marke richtungsweisend. Das neue große Ferrari-Coupé beerbt das in die Jahre gekommenen GT-Modell 412i und bietet dem automobil verwöhnten Jet Set ein neues Pininfarina-Kleid aus der Feder von Lorenzo Ramciotti. Optisch von kaum übertroffener Klarheit und dabei angriffslustig wie ein Hai, betört das handwerklich bis in die letzten Aluminiumblechrundungen elegant ausgeführte Coupé.

Heute darf der junge Klassiker aus Maranello als eine der großen Design-Ikonen der 90er Jahre gelten.

Ohne unnötige Retro-Zitate schaffte der feine Italiener es, das Markendesign deutlich zu modernisieren, auch ohne dabei mit der Konzerngeschichte zu brechen. Ein luxuriöser Innenraum mit vollständiger Lederauskleidung sorgt für die viel zitierte Clubatmosphäre, entscheidend war jedoch der auf jedem Meter mess- und erfahrbare ergonomische Fortschritt gegenüber älteren Ferrari-Modellen: Die Bedienlogik stimmt und ist uneingeschränkt alltagstauglich.

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Unter ihrer langen Haube macht die Transaxle-Berlinetta ebenfalls einen gewaltigen Sprung nach vorn. Erstmals eingesetzt wird ein fünfeinhalb Liter großer, komplett neu konstruierter 65-Grad-V12-Motor. Dieser sorgt dank 442 PS für Fahrleistungswerte, die selbst heute noch als hochkarätig gelten dürfen. Das aufpreispflichtige Viergangautomatikgetriebe mit Wandlerüberbrückung an der Hinterachse sorgt im GTA für eine optimale Gewichtsbalance und schafft es auch, die vorhandenen 550 Newtonmeter mit erstaunlicher Vehemenz in Vortrieb umzusetzen.

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Fünfeinhalb Sekunden genügen, bis der Sprint auf 100 Kilometer pro Stunde absolviert ist, erst haarscharf
vor der 300 km/h-Marke geht dem rassigen Gran Turismo im vierten und letzten Gang der Automatik die Puste aus. Dabei wächst der Sound bereits ab rund 2.000 Umdrehungen zu einem kräftigen Crescendo empor, ehe er bei 5.000 in einem gewaltigen Fortissimo mündet. So gerüstet gibt der 456 ein exzellentes Langstrecken-Geschoss für leidenschaftliche Touren ab, auch der kommodeste Ferrari bleibt ein rassiger Italiener.

 

 

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