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Die bei Karmann gebauten E24 hatten serienmäßig Teilleder-Sitze, die Fondsitze waren stets als Einzelsitze ausgeführt. Aufwerten ließen sich die 6er-Coupés eigentlich nur mit einer Klimaanlage, einem elektrischen oder manuellen Stahlkurbeldach sowie durch ein Dreigang-Automatikgetriebe (ab 1983 Viergang-Automatik mit Wahlmöglichkeit der Schaltcharakteristik).

An der Optik des 6er-Coupés gab es im Laufe der 14-jährigen Bauzeit nur wenige Änderungen, die meisten wurden im Zuge der zwei großen Modellpflegen (1982 und 1987) vorgenommen, die jeweils auch größere technische Änderungen mit sich brachten. Die erste Modellpflege manövrierte die 6er-Baureihe technisch auf den Level der 5er-Limousinen vom Typ E28. Das Fahrwerk wurde überarbeitet, die Karosserie um 50 Kilogramm leichter – bei gleichzeitigen Verbesserungen der Steifigkeit. Frank Bröcking weist auf den in diesem Zusammenhang wesentlich verbesserten Korrosionsschutz hin, was sich bis heute an geringeren Rostschäden bemerkbar macht.

Motorseitig kam beim 635 CSi die modernere Motronic statt der L-Jetronic zum Einsatz. Am auffälligsten sind die Neuerungen im Innenraum. Das Armaturenbrett erfuhr ebenfalls eine kräftige Modernisierung. In diesem Zusammenhang wurde auch das Check Control-Panel für die Funktionsüberwachung von Brems- und Schlussleuchten, den Füllstand von Kühlmittel, Motoröl, Bremsflüssigkeit und Scheibenwaschwasser sowie die ausreichende Dicke der Bremsbeläge verlegt. Es arbeitet jetzt nicht mehr nur auf Tastendruck, sondern vollautomatisch und kontinuierlich. Zusätzlich ist ein Bordcomputer (beim 628 gegen Aufpreis) installiert, der außer Uhrzeit und Datum auch die Außentemperatur (mit Eiswarnung unter +3 Grad) sowie Durchschnittsgeschwindigkeit und -verbrauch anzeigen kann.

Bei der zweiten Modellpflege fielen die Karosserieänderungen etwas auffälliger aus: So wurden die bisher für den US-Markt bekannten, vergrößerten Stoßfänger vorn wie hinten angepasst und mit Prallelementen ausgestattet, die Stöße bis 15 km/h abfangen (bis 8 km/h reversibel per hydraulisch gedämpften Federelementen, darüber bis 15 km/h irreversibel per vergleichsweise einfach austauschbaren Deformationselementen), an alle Modelle montiert. Seitlich waren die Stoßstangen nun mit in Wagenfarbe lackierten Plastikblenden eingekleidet.

Der abermals vergrößerte Frontspoiler war jetzt beim 635 CSi und dem M635 CSi identisch. Als Scheinwerfer kamen die damals gerade neuen DE-Leuchten mit Dreifach-Ellipsoidtechnik zum Einsatz. Der 2,8-Liter-Motor wurde aus dem Programm genommen, die verbleibenden Modelle 635 CSi und M635 CSi hatten jetzt serienmäßig einen Katalysator. Die jeweiligen hoch verdichteten, Kat-losen Varianten waren jedoch weiterhin auf Kundenwunsch lieferbar.

Als direkte Ablösung für die 6er-Baureihe trat zunächst die völlig neu gestaltete 8er-Baureihe mit 12- und 8-Zylinder-Motoren ein, einen neuen 6er (E63 / E64) gab es dagegen erst wieder im Jahr 2003 – es ist das auch als Cabriolet erhältliche „Bangle-Modell“.

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