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Hier sind die Gummilager der Vorderachsaufhängung mit Bremsmomentabstützung zu sehen, deren Befestigungen he-rausrosten können

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An der Vorderradaufhängung können Buchsen und Gelenke lebensgefährlich verschleißen

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Der Umlenkhebel der Lenkung kann ebenso wie die Spurstangenköpfe ausgeschlagen sein

Lenkgetriebe, Umlenkhebel, Spurstangen

Die Kugelumlauflenkung ist – ebenso wie der Umlenkhebel auf der Beifahrerseite und die Spurstangenköpfe – vor allem bei Breitbereifung höherem Verschleiß unterlegen. Bei höheren Laufleistungen nervt das Lenkgetriebe gelegentlich mit etwas Spiel, das sich im Anfangsstadium noch wegjustieren lässt. Die richtige Einstellung braucht jedoch Erfahrung, deshalb ist das besser eine Arbeit für die Werkstatt.

Räder

Beim Topmodell 560 SE waren ab Werk ausschließlich Aluräder (liebevoll „Gullideckel“ genannt) freigegeben, bei den kleineren Motorisierungen gab es (standardmäßig) auch Stahlscheibenräder mit Kunststoff-Radabdeckungen. Bis zur Modellpflege kamen die „Barock-Räder“ des Vorgängermodells zum Einsatz, anschließend solche mit besagtem „Gullideckel“-Design. Achten Sie unbedingt auf die dazu passenden und originalen Radschrauben mit Kugelbund, die es in unterschiedlichen Längen gibt – natürlich müssen es die zu Ihren Felgen passenden sein. Die ganz originalen zu den „Gullis“ mit den kleinen Chrom-Applikationen am Sechskant sind neu nicht mehr erhältlich und man kann froh sein, wenn man ein Set (20 Stück) schöne Gebrauchte für um die 100 Euro im Netz findet. Die ordentliche Standardqualität, die man auch noch bei MB neu bekommt, kostet dort allerdings auch schon um drei Euro je Schraube. Häufig wurden später in gewissen Kreisen superbreite Alus aus dem Zubehör montiert, die nicht immer eingetragen sind oder eingetragen werden können. Sie sehen oft bestenfalls „cool“ aus, verschlechtern aber zugleich oft das Fahrverhalten erheblich und können auch den Verschleiß von Radaufhängungs- und Lenkungsteilen erheblich begünstigen. Achtung: Auch von den sehr hochwertigen „Gullideckel“-Schmiederädern (Hersteller: Fuchs) gab es billige Guss-Nachbauten (erkennbar unter anderem an einer „KBA-Nummer“ anstelle einer originalen Mercedes-Ersatzteilnummer).

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Ist das Lenkgetriebe dicht? Bei fortgeschrittenem Alter neigt es dazu, größeres Lenkspiel zu entwickeln. Ist in Maßen einstellbar. Hier ist außerdem schon fortgeschrittene Korrosion am Längsträger zu sehen

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Die optionalen „Barockfelgen“ (Foto) gab es zwar schon beim Vorgängermodell, sie stehen aber auch dem W126 gut zu Gesicht. Ab der Modellpflege gehören Gullideckel-Alus ans Auto. Achtung: Von beiden gibt es zahlreiche Nachbauten, die in der Qualität nicht mit den Originalen mithalten können

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