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Kraftstoffpumpe und Kraftstofffilter sind nicht gerade witterungsgeschützt positioniert, der Fiter sollte turnusmäßig gewechselt werden

Gemischaufbereitung

Bis auf die (seltene) Vergaservariante 280 S sind ab Werk alle Motoren mit Bosch-Einspritzanlagen ausgestattet. In den ersten Baujahren waren es rein mechanische K-Jetronic-Einspritzungen, später kam die elektronisch geregelte KE-Jetronic zum Einsatz. Außer häufiger defekten Luftmassenmessern machen beide Varianten wenig Ärger. Eventuelle Einstellarbeiten an der K-Jetronic sollte man Fachwerkstätten (z. B. Bosch-Diensten) überlassen. Allergisch reagiert die Einspritztechnik auf Wasser im Kraftstoff (deshalb besser auf E10-Kraftstoff verzichten) und regelmäßig den Kraftstofffilter wechseln.

Öldruck

Das bei allen Motoren serienmäßige Öldruck-Manometer im Kombiinstrument kann einen gewissen Aufschluss über den Verschleißzustand der Kurbelwellenlager liefern. Bei betriebswarmem Motor (wichtig!) sollte der Öldruck im Leerlauf nicht unter 0,5 bar sinken und bei Drehzahlen ab 3.000/min 3 bar (oberer Anschlag) nicht unterschreiten.

Zünd-Steuergerät

Auch wenn der Einsatz der Elektronik im 126er noch verhältnismäßig überschaubar ist, gibt es ein paar Bauteile, die als defektanfällig gelten. Dazu zählt unter anderem das Zünd-Steuergerät (ZSG), das ab August 1978 mit hitzeempfindlicher SMD-Technik ausgestattet wurde. Der Neupreis soll bei etwa 2.000 Euro liegen, Gebrauchtteile sind rar. Oft lohnt eine Aufarbeitung (z. B. bei der Fa. Hitzing und Paetzold in Gladbeck, www.hitzpaetz.de, Tel. 02043-944449).

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Häufiger sind Undichtigkeiten an den Krümmern zu beobachten

Bei den ab Mj. 1988 gebauten Achtzylindermotoren wird ein Defekt im Steuergerät allerdings oft auch durch einen externen Faktor hervorgerufen – eine brüchig werdende Wärmeleitpaste zwischen Motorblock und den Klopfsensoren kann zu deren Überhitzung führen. Diese Wärmeleitpaste lässt sich prophylaktisch erneuern, was natürlich wesentlich günstiger ist als eine Steuergerätereparatur.

Auspuffanlage, Katalysator

Bei den Auspuffanlagen für den W126 gibt es Qualitätsunterschiede. Die Serienanlagen und der Serienkat hielten am längsten. Bei wenig gelaufenen Fahrzeugen kann noch die Erstausrüstung drunter sein. Gelegentlich sind Undichtigkeiten an den Krümmern zu beklagen. Alle Modelle mit geregeltem Kat erreichen die Schadstoffstufe Euro 1 und können damit eine grüne Umweltplakette erhalten. Durch den Einbau eines Kaltlaufreglers lassen sich einige Motorvarianten auf Euro 2 oder gar D3 aufrüsten, was bei den Hubräumen von 3,8 bis 5,6 Liter jährlich einige hundert Euro Steuerersparnis ausmachen kann. Unabhängig von der Schadstoffklasse kommt man natürlich mit einem H-Kennzeichen am billigsten weg, und auch Umweltzonen sind damit kein Thema.

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