Karmann Typ 34 A Ladies´ Sportscar wird 50

Basierend auf dem VW Typ 3 (VW 1500/1600) begann im September 1961 die Serienfertigung des „großen“ Karmann-Ghia. Das zweisitzige Coupé-Sportmodell (die hinteren Sitze boten allenfalls die Möglichkeit, kleinere Kinder mitzunehmen) wurde im Lohnauftrag für VW bei Karmann gebaut und war vor allem als Zweitwagen der Dame des Hauses vermögender Schichten zu finden. In der Zeit von 1961 bis 1968 war der große Karmann der teuerste und schnellste Personenwagen im Angebot von VW. Die erste Serie war mit einem 1,6-l-Vierzylinder-Boxer mit 45 PS ausgestattet und erreichte damit eine Höchstgeschwindigkeit von 137 km/h. Damals kein wirtschaftlicher Erfolg (es wurden nur 42.505 Stück produziert), sind einwandfreie Exemplare heute jedoch eine gesuchte Rarität.

Renault 4 Ein kleiner Franzose feiert seinen 50. Geburtstag

Mehr als 8 Millionen R4, der 1965 offiziell in Renault 4 umbenannt wurde, produzierte Renault von 1961 bis 1992. Der R4 war eines der ersten Großserienfahrzeuge mit einer „fünften Tür“, nämlich der Heckklappe. Praktisch, preiswert und robust, so präsentierte sich der kleine Franzose, den Pierre Dreyfus, vor 50 Jahren  Vorstandsvorsitzender bei Renault, eine „Blue Jeans auf Rädern“ nannte. 1988 wurden die letzten Modelle des Renault 4 in Deutschland verkauft, da dieser den verschärften deutschen Abgaswerten nicht mehr genügte.

Handbuch Porsche 911 SC Neuer Leitfaden für begeisterte 911-Besitzer und -Liebhaber

Hier beschreibt Autor und Porsche-Experte Adrian Streather die Technik des 911 SC Coupé, Targa und Cabrio, der von 1978 bis 1983 produziert wurde. Der äußerst instruktive Text erklärt detailliert die Bereiche Motor und Einspritzanlage, Getriebe und Elektrik-System sowie Interieur und Bedienelemente. 372 Seiten, ca. 1.180 Abbildungen, 210 x 280 mm, Paperback, Preis 49,95 EUR, Heel-Verlag.

OLDTIMERTREFF ZOLLVEREIN

Obwohl die Meteorologen schlechtes Wetter angekündigt hatten, präsentierten sich knapp 300 Fahrzeuge beim Saisonauftakt des Oldtimertreffens Zollverein in Essen. Wieder einmal machte die bunte Mischung aus verschiedensten Fahrzeugen den Reiz des Treffens aus. Pkw aller Marken, Busse, Traktoren und Lkw haben am ersten Wochenende des Oldtimertreffens, das in den Monaten von April bis Oktober an jedem 1. Sonntag stattfindet, die Kokerei angesteuert. Das nächste Treffen findet am 1. Mai von 11.00 Uhr bis 15.00 Uhr statt und bietet neben dem lockeren Treffen an diesem Wochenende ein Event zum Thema „Mercedes S-Klasse“. Nähere Informationen unter www.oldtimertreff-zollverein.de

BERÜHMTER FERRARI DAYTONA zu versteigern

Ein ganz besonderer Ferrari kommt am 18. Mai auf der „Historics at Brooklands“-Auktion unter den Hammer. Nur 1.400 Exemplare (davon nur 158 Stück als Rechtslenker wie dieses Modell) wurden vom Daytona produziert. Aber nicht nur die geringe Stückzahl macht dieses 73er Modell, das von Pininfarina entworfen wurde, so exklusiv. Einer der Vorbesitzer war kein geringerer als Prince Charles, Prince of Wales. Der Wagen, der als schnellstes Serien-Modell seiner Zeit galt, wird Experten zufolge wegen seiner aufregenden Vergangenheit rund 200.000,- bis 250.000,- Euro erzielen.

„25 Jahre Porsche Exclusive“

Das Porsche Museum Stuttgart würdigt mit einer neuen Sonderausstellung ein besonderes Jubiläum: Als weltweit erster Automobilhersteller richtete Porsche 1986 eine auf Maßanfertigung spezialisierte Abteilung ein: Porsche Exclusive. Seither haben Porsche-Kunden die Möglichkeit, ihr Fahrzeug ab Werk individuell nach ihren Wünschen veredeln zu lassen. Vom 1. März bis
1. Mai 2011 stellt das Porsche-Museum im Rahmen der Sonderausstellung „25 Jahre Porsche Exclusive“ das handwerkliche Können der Exclusive-Spezialisten erstmalig vor. Gezeigt werden aktuelle Exclusive-Sondermodelle, wie der Porsche 911 Speedster – eine Hommage an den legendären 356 Speedster, der als Traumwagen der Fünfziger Jahre in die Automobilgeschichte einging. Öffnungszeiten und Informationen: www.porsche.de/museum

Interceptor-Revival

Der Sportwagen-Klassiker Interceptor kommt demnächst in alter Form mit neuer Technik von Jensen International Automotive. Der erste Interceptor R debütiert auf dem Salon Privé vom 22. bis 24. Juni in London. Für die 320 kW/435 PS Leistung soll ein Corvette 6,2 Liter V8-Motor sorgen, der einen Sprint auf Tempo 100 in weniger als 5 Sekunden ermöglicht. Jensen will  – auf Bestellung – pro Jahr nur 15 Fahrzeuge in Handarbeit herstellen; Produktionszeit etwa sechs Monate. Preise ab ca. 121.000,- Euro. Infos:
www.jensen-cars.co.uk

PIMP MY MODELLAUTO

Egin Cabuk ist von Beruf Auto-Tuner. Nur Schweißgerät und Schraubenschlüssel sucht man in seiner Werkstatt vergeblich. Cabuk ist einer der wenigen professionellen Modellautoveredler in Deutschland und bearbeitet Fahrzeugmodelle ausschließlich im Maßstab 1:18. In seinem kleinen Laden zwischen Mannheim und Darmstadt werden die Modellautos neu lackiert, bekommen Breitreifen, werden mit Spoilern versehen und mit Sportauspuffanlagen individualisiert. Es sind vor allem Sport- und Supersportwagen und die großen Luxuslimousinen wie Bentley, Lamborghini und Bugatti. Wer ausreichend Kleingeld hat, kann sich für sein Modell auch ein eigenes Interieur in Stoff und Farbe nach Wahl und eigene Felgen etc. aussuchen. Gerade angesagt ist der Used-Look. Cabuk verbeult fabrikneue Modellfahrzeuge, trägt millimeterfeinen Kunstschmutz auf, fräst Rostlöcher in die Karosserie und zerpflückt Sitzkissen. Weitere Infos: www.modellautoveredelung.de

Volkswagen mit zwei Käfern bei der Mille Miglia

Am 12. Mai werden zwei von der Klassikerabteilung von Volkswagen originalgetreu aufgebaute Käfer bei der diesjährigen Mille Miglia an den Start gehen. Mehr als 1 Million Zuschauer werden erwartet, wenn vom 12. bis 15. Mai historische Fahrzeuge die 1.600 Kilometer von Brescia nach Rom und zurück herunterspulen. An der 1977 zu neuem Leben erweckten Mille Miglia dürfen seitdem nur Fahrzeuge teilnehmen, die in ähnlicher Form bei der Originalauflage des Rennens dabei waren. Dazu gehören auch die Vorbilder der beiden Käfer, die Volkswagen Classic 2011 ins Rennen schickt. Darüber hinaus gehen in diesem Jahr auch zahlreiche weitere Klassiker der Volkswagen-Konzernmarken Audi, Porsche, Bentley und Bugatti auf die Strecke in Oberitalien.

CLASSIC: Zwergenkampf auf der Rennstrecke

Sechs Veranstaltungen umfasst der Rennkalender der Motorsportgemeinschaft „Kampf der Zwerge“, die mit historischen Renn-Tourenwagen bis 1.300 ccm u.a. zum Saisonbeginn am Hockenheimring an den Start gingen. Der „Kampf der Zwerge“ ist der gemeinsame Auftritt der „Abarth Coppa Mille“, der „British Car Trophy“ und der „NSU-TT Trophy“. Ziel der Gemeinschaft ist es, eine Plattform für kostengünstigen Motorsport zu bieten. Spaß und Sportlichkeit stehen im Vordergrund und gegenseitige Hilfe und Freundschaft unter den Teilnehmern sind selbstverständlich. Gefahren wird eine sog. „Modus 2 Gleichmäßigkeitsprüfung“. Dabei setzt jeder Teilnehmer in seiner ersten fliegenden Runde seine persönliche Richtzeit, die dann in den folgenden Runden die Grundlage für die Gleichmäßigkeitswertung darstellt. Das nächste Rennen findet am 21./22. Mai beim Zolder-Race-Festival in Belgien statt. www.kampf-der-zwerge.com

MESSE STUTTGART organisiert Auftakt zum Automobilsommer

Krönendes Highlight des Wochenendes 07./08. Mai, das die vielfältigen Feierlichkeiten und Events zum 125. Geburtstag des Automobils einläuten soll, wird der „125 Jahre Auto – Geburtstagscorso“ sein. Ausgesuchte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz, Porsche und Audi werden zum Schlossplatz fahren und die Geschichte der Automobilentwicklung erlebbar präsentieren. Die verschiedensten Fahrzeugtypen sowie jeweils alte und neue Modelle bis hin zu Prototypen künftiger Autos werden zu sehen sein.

BOCKHORNER OLDTIMERMARKT

Am ersten Juni-Wochenende findet in Bockhorn in Friesland der beliebte „Bockhorner Oldtimermarkt“ zum 30. Mal statt. Vom 03. bis 05. Juni werden rund 3.000 klassische Fahrzeuge vertreten sein. Das Team um den Organisator Herbert Ahlers präsentiert im Jubiläumsjahr auf 150.000 Quadratmetern wieder weit über 3.000 klassische Fahrzeuge, von der Nobelkarosse über den Kleinwagen bis hin zu rassigen Sportwagen und klassischen Motorrädern. Auch Nutzfahrzeuge und Traktoren sind in großer Zahl vertreten. Beim Bummel über das Parkgelände findet der Besucher viele Klassiker, wie sie in dieser großen Zahl nirgends sonst zu finden sind. Für Schrauber und Sammler bietet der Teilemarkt ein unerschöpfliches Reservoir an Ersatzteilen und passenden Accessoires. Auch zur Verschönerung daheim findet man viele interessante Raritäten. Oldtimer in Aktion zeigt die „Friesland-Rallye“ am Sonntag, den 05. Juni ab 09.30 Uhr. Hier bietet sich den Besuchern die einmalige Gelegenheit, über 100 Oldtimerfahrzeuge zu sehen, während Rallye-Moderator Uwe Quentmeier spannende Details hervorhebt. Diese Mischung aus Klassikertreffen, Teilemarkt und Rallye ist in der Szene einzigartig und macht den „Markt im Norden“ zum Top-Event. Das bestätigen auch die jährlich rund 20.000 Besucher. Besondere Beachtung verdient die diesjährige Sonderschau „CARPE DIEM – C’EST LA VIE“, ein an allen Tagen stattfindendes großes Treffen von italienischen und französischen Fahrzeugen bis Baujahr 1980. Der „SUNNY SUNDAY“ lädt am Sonntag zusätzlich alle Youngtimerfahrzeuge bis Baujahr 1985 zum Treffen ein. Geöffnet ist das Top-Event der Oldtimer-Szene am Freitag den 03. Juni ab 10.00 Uhr, Samstag den 04. Juni und Sonntag den 05. Juni jeweils ab  08.00 Uhr. Am Sonntag ab 13.00 Uhr ermäßigter Eintritt. Vorabinformationen gibt es unter www.bockhorner-oldtimermarkt.de

Obwohl immer ähnlich, ist doch keine Techno-Classica wie die andere – denn man entdeckt immer wieder spannende Neuigkeiten wie aktuelle Preisentwicklungen, seltene Ausstellungsstücke oder einfach neue Kontakte in die Szene. Und wer das erste Mal zu Besuch war, wurde wahrscheinlich fast überwältigt von dem breiten und vielfältigen Angebot an Fahrzeugen und dem reichhaltigen Drumherum

Die 23. Techno-Classica in der Messe Essen setzte nach Aussage des Veranstalters S.I.H.A. erneut Maßstäbe: 178.300 Automobil-Enthusiasten, noch einmal gut drei Prozent mehr als im Vorjahr, bescherten der international führenden Weltmesse für klassische Automobile eine Spitzen-Resonanz. Zur Freude der über 1.200 Aussteller, die aus mehr als 30 Ländern nach Essen gekommen waren und lebhafte Nachfrage registrierten. Vollmundige Aussagen resümierten anschließend, „dass sich die Techno-Classica zum Leitstern für alle Messen auf dem Sektor der historischen Fahrzeuge entwickelt hat“, so Horst Brüning, Präsident der FIVA – Fédération Internationale des Véhicules Anciens und Vizepräsident der FIA Internationale Historische Kommission.
Erneut wurde beim Klassiker-Kauf viel über die positiven wirtschaftlichen Effekte wie zu erwartende Wertsteigerungen gesprochen. Der ausschlaggebende Grund jedoch, sich in ein klassisches Fahrzeug zu verlieben, ist vor allem anderen die reine Leidenschaft, aus der dann der Mut entsteht, sich seinen Traumwagen tatsächlich anzuschaffen.

Die Messe stand weiterhin im Zeichen der Erfindung des Automobils vor 125 Jahren durch Carl Benz sowie diverser weiterer Jubiläen verschiedener Automarken und -typen. Die deutschen und führende ausländische Automobilhersteller nutzten die Messe, Meilensteine des Automobilbaus zu präsentieren und einen Bogen zur automobilen Jetzt-Zeit zu schlagen.

Die Zunft der international führenden Restauratoren präsentierte aufwändig und nach Original-Spezifikation wieder aufgebaute Automobil-Raritäten, die auf der Messe neue Liebhaber und solvente Käufer fanden.
Dass durchaus auch ein erschwinglicher Einstieg ins Klassiker-Hobby möglich ist, zeigten die Angebote auf den Freigeländen der Messe. Attraktive Youngtimer und Young Classics waren hier bereits ab 5.000 Euro zu haben.

Die intensive Beschäftigung mit klassischen Automobilen bewirkt auch allseits eine freundschaftliche Atmosphäre auf der Techno-Classica. Der Austausch von Tipps und Tricks, die Hilfe bei der Teilesuche und vor allem die gemeinsamen Ausfahrten stehen bei den 220 Clubs im Vordergrund.  Wie intensiv die wahren Fans in das „Erlebnis Oldtimer“ eintauchen wollen, machen das Interesse an Oldtimer-Veranstaltungen sowie die Möglichkeiten aktiver Teilnahme deutlich. So gab es verstärkt Nachfragen zu Oldtimer-Rallyes, zu touristischen Ausfahrten oder auch Touren, bei denen die Verbindung von Autofahren und Kultur, von Natur und Technik im Mittelpunkt stehen. Das freut uns sehr, denn hier können wir mit der AUTO MOBILES – TRÄUME WAGEN definitiv unseren Beitrag leisten. Informationen zu Oldtimer-Events und zu einem passenden Auto zu liefern, ist unser Fachgebiet.

 

Information
23. Techno-Classica Essen
wann: 30. März – 03. April 2011
Größe: 120.000 m2 Ausstellungsfläche
Anzahl der Besucher: 178.300
Anzahl der Aussteller: über 1.200 aus mehr als 30 Ländern
Sammlerautomobile: 2.500
Preise: von € 5.000 bis über € 100.000
Clubs: 220
 

 

Bilder: Christian Böhner

Dreißig Jahre lang keinen VW Käfer gefahren und dann einen getunten 1302 von 1972 durch die Berge gescheucht: ein tolles Erlebnis. Da ist es völlig egal, ob die anderen bei der Kitzbüheler Alpenrallye mit Akribie um Gleichmäßigkeit ringen

Der erste, Baujahr 1968, schmiss mir 1978 seinen altersschwachen Boxermotor gleich bei der Premierenautobahnfahrt um die Ohren. Der zweite wurde in Dänemark Opfer eines Kurvenschneiders. Und der dritte öffnete mir schnell sein Inneres, besonders im Fußraum, der nach einem Regenguss beharrlich schwamm, sowie am Schweller vor den hinteren Kotflügeln. So unterschiedlich ihr Tod auch war, eines hat sie verbunden: Ich habe sie alle geliebt.

Damals waren erste Autos immer VW Käfer, es sei denn, man war Krösus oder Schrauber. Sie waren gebraucht, verströmten diesen genialen Mix aus Muff und Benzindunst, sangen im Heck das harmonische Boxerlied, bis das nicht unübliche Loch im Auspuff eine Dissonanz beisteuerte. Und sprachen Käfereigner von vergammelten Birnen, meinten sie mitnichten Obst, sondern die Heizelemente ihrer Krabbler. Die Welt war eben noch in Ordnung…

Und jetzt war sie es drei Tage lang wieder. Volkswagen, erstmals Sponsor der Kitzbüheler Alpenrallye, lud zur fröhlichen Gleichmäßigkeitshatz in die Berge: Bei der Rallye geht es darum, erstens ein Roadbook lesen zu können und zweitens mit Mathekenntnissen Sollzeiten für bestimmte Streckenabschnitte auszurechnen, um dann sekundengenau über einen mit Luft gefüllten Schlauch zu fahren oder durch eine Lichtschranke. Das kann man Ernst nehmen wie etwa die Hälfte der Teilnehmer in den mehr als 200 klassischen Autos der Baujahre 1925 bis 1981. Man kann aber auch einfach das Boxern und die mehr als 500 Kilometer durch die Berge genießen, sich dank nur rudimentär vorhandener Rechenkünste vom VW-Pressemann die Sollzeiten geben und Pokal Pokal sein lassen.
Das gute Stück Blech gehört dem VW-Konzern – die Wolfsburger tauchten erstmals so richtig massiv bei der Alpenrallye auf mit 24 Konzern-Oldies, davon 14 VW-Klassikern. Mein Krabbler wurde vom Ruhrpott-Papst Theo Decker höchstselbst getunt. Nummer 1122848973 ist deswegen bestimmt ein glücklicher Käfer.
Am 26. Mai 1972 in „L 90 D pastellweiß“ (innen mit der Polsterkombination Stoff bordeauxrot) vom Band gelaufen, vier Tage später ausgeliefert. Der Erstbesitzer spendierte noch die Extras M 095, M 102 und M 616 – ein Radio „Wolfsburg“, die beheizbare Heckscheibe und Rückfahrscheinwerfer, die in den Rückleuchten integriert sind. Theo Decker (TDE) zauberte etwa 129 PS aus dem originalen 44-PS-Boxermotörchen, bestückte den Krabbler mit Drehzahl-, Öldruck- und Temperaturmesser, baute ein Lancella-Lenkrad ein, spendierte MP-Räder, Bilstein/TDE-Dämpfer sowie stärkere Bremsen und ließ ihn dann wieder auf die Menschheit los. Irgendwann kaufte das VW-Werk den strammen Max zurück, hübschte ihn auf, und jetzt darf der Decker-Käfer mit leicht heiserer Hupe bei Gleichmäßigkeitsrallyes von sich reden machen.

Ein geniales Auto – es ist wie damals: hoch sitzen, tief stapeln und mit einer fantastischen Straßenlage alles versemmeln, was sich für besser hält. Der Decker-Käfer hängt wunderbar am Gas, mag Drehzahlen, bis 5.000/min ist gar kein Problem, bis 6.000/min ist kurzzeitig auch erlaubt. Da wird bergab sogar ein bereits das Gesetz übertretender Porsche Panamera zur Spaßbremse. Weil in Österreich hinter jedem Busch ein Gendarm mit Laserwaffe lauern könnte, checkt der Fahrer ganz genau den angrenzenden Wald, während der Beifahrer das Roadbook studiert und versucht, die richtige Strecke durch den Alpendschungel zu finden.

Der Prolog lässt uns Zeit, uns an den Käfer zu gewöhnen. Was nicht schwer ist – der ergonomisch nicht optimal angebrachte Schalthebel erfordert immer noch das Beugen aus dem Sitz, die gefühlte Enge betont das „gemeinsam Fahren“. Am zweiten Tag geht’s 320 Kilometer kreuz und quer um Kitzbühel herum. Bergauf ist nicht des Käfers Lieblingstour – schon am Fuß der Erhebung sackt die Drehzahl gnadenlos ab. Vierter, dritter, zweiter Gang, mit dem typischen Käferklacken wunderbar angerührt über lange Schaltwege. 129 PS sind auch in heutigen Zeiten gefühlt zumindest mehr, aber auf Geraden und bergab ist der Decker-Käfer der Gendarmen-Schreck schlechthin.
Irgendwas zwischen 35.000 und 40.000 Euro soll er Wert sein, er knarrt nicht, er leckt nicht. Vielleicht fahren andere Teilnehmer Aufsehen erregendere Autos wie zum Beispiel die weiteren guten Stücke aus dem Museum (zum Beispiel ein Karmann Ghia TC 145 – ein brasilianisches Schrägheck-Coupé auf Basis Karmann Ghia Typ 14; einen Prototypen des Karmann Ghia Typ 34 Cabriolet; einen VW SP2, ebenfalls aus Brasilien; oder einen Ovali von 1959).

Aber so einen 72er-Käfer erkennen sogar die Passanten und er weckt in ihnen Erinnerungen…
Je länger wir den Decker-Käfer fahren, umso mehr stellt sich das große Kribbeln ein. Ob nass oder trocken, das Heck des automobilen Kraft-Insekts lässt sich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Ein Drift in einer Haarnadelkurve muss mit treten, beten und betteln erkauft werden, eine recht schnell gefahrene Links- oder Rechtskurve quittiert der 72er Wolfsburger mit arroganter Ignoranz.
Je mehr die teilnehmende Upper-Class in ihren MB SL 300, MGB GT und Ford Mustang den Decker-Käfer unterschätzt, umso mehr quittiert das Fußvolk in Kitzbühel und Umgebung die Leistung des gestärkten Krabblers – auch am letzten, 160 Kilometer langen Tag. Was das denn sei, was da diesen Sound veranstalte, fragen die Fachleute, und die Laien wundern sich.

In Kitzbühel nimmt VW Classic den Wagen wieder in Empfang – er kommt zurück ins Museum. Hoffentlich steht er da nicht so lange…

TECHNISCHE DATEN
Decker-Volkswagen 1302 1972
Motor: Vierzylinder-Boxer, luftgekühlt
Ventilsteuerung: ohv, zentrale Nockenwelle
Hubraum: 1971 ccm
Leistung:  ca. 129 PS
Antrieb: Hinterräder
Getriebe: Viergang-Handschalter
Bremsen: Trommeln rundum
Leergewicht: ca. 870 Kilo
Radstand: 2420 mm
Länge/Breite/Höhe: 4080/1585/1500 mm
Bauzeit Basiskäfer: August 1970 bis Juli 1972
Basisreis ungetunt 1970: 5745 Mark
Wert heute: zwischen 35000 und 40000 Euro

Bilder: VW

Das Buch „Traumgaragen Deutschland 1.0 – gelebte Träume privater Sammler  –  porträtiert 15 Sammlerpersönlichkeiten, die offen Auskunft über ihre individuellen Leidenschaften und Motivationen geben und einen großzügigen Blick auf die öffentlich nicht zugänglichen Objekte ihrer Passion gewähren. Denn hinter jeder der aufgespürten „Traumgaragen“ steckt ein „verrückter“ Sammler oder eine ebenso  „verrückte“ Sammlerin. Die 2. Auflage ist endlich wieder lieferbar und gewährt dem Leser Einblicke in hochkarätige, teils auch skurrile Fahrzeug-Sammlungen. Faszinierende und humorvolle Menschen erzählen ihre Geschichten rund um das nie langweilig werdende Thema Auto. Der hochwertige, großformatige Bildband zeigt auf 212 Kunstdruckseiten die ganze Palette vom Kleinwagen bis zur Luxuslimousine, vom Rennwagen bis zum LKW. Die 330 Farbfotografien bieten einen tiefen Einblick in die teils unglaubliche Architektur und detailversessene Ausgestaltung der dazugehörigen „Traumgaragen“. Ein „Muss“ für jeden Auto-Fan, aber sicher auch für jeden Liebhaber schöner alter Dinge und spannender Geschichten interessant. 24,5 x 31,5 cm. fritzBOOKS, ISBN 978-3-00-032500-7. 49 Euro www.traumgaragen.com

Vom 08. bis 10. Juli 2011 bezauberten 363 Oldtimer fast 20.000 Besucher in Baden-Baden beim traditionsreichen „Concours délégance automobile“. Drei Tage lang verwandelten die Oldtimer die Parkanlagen vor dem Kurhaus in ein Freilichtmuseum der Automobilgeschichte. Die diesjährige Ehrengastmarke war Mercedes-Benz. Die Marke mit dem Stern feierte im Rahmen des Automobilsommers 2011 ihr 125-jähriges Jubiläum beim Oldtimer-Meeting Baden-Baden. Der Automobilsommer 2011 ist eine Gemeinschaftsinitiative zum 125. Geburtstag des Automobils. Mehr als 350 Veranstaltungen rund ums Auto fanden und finden noch bis zum 10. September in Baden-Württemberg statt.

NASCAR-Boliden und Big-Dog-Bikes – das passt. Erst recht, wenn beide für den normalen Betrieb auf der Straße zugelassen sind und die leuchtenden Farben des Sponsors des originalen Rennwagens tragen

NASCAR-Rennen sind in den USA mindestens genau so populär wie hierzulande die Formel 1. Die Fahrer verdienen Millionen und werden als moderne Helden gefeiert, die mit mehr als 300 km/h in ihren V8-Boliden um die meist ovalen Rennstrecken donnern. Die Rennen werden in den USA landesweit im Fernsehen gesendet – ein idealer Ort für Sponsoren wie Interstate Batteries. Und wenn dann noch ein Themen-Bike die Farben trägt, ist der Sponsor erst recht glücklich.

In diesem Fall ist der Besitzer des Bikes NASCAR-Fan, besonders des Chevy Monte Carlo mit der Startnummer 18. Aus diesem Grunde wurde seine Big Dog in der Racefarbe des Teams lackiert und mit der #18 bestückt.
Die Big Dog Mastiff ist ein sogenanntes Produktions-Bike des US-Motorradherstellers Big Dog und gilt als Serien-Custombike. Die Big Dog Bikes werden aus eigenen Parts und Zubehörteilen gefertigt, was eine individuelle Gestaltung zulässt.

Das NASCAR-Bike basiert auf einer Limited Edition des Models Mastiff mit 117cui (1.916 ccm) S&S-Motor und Baker-RSD-Antrieb. Durch einen Rake von 42 Grad und 6 Zoll Stretch im Rahmen wirkt die Mastiff mit ihrer 41 Millimeter starken Big Dog Gabel lang und gestreckt, was dem Racingstyle eines NASCAR entspricht. Die Fender und der Tank sind ebenfalls Big-Dog-Anfertigungen, während man bei der Bremsanlage auf PM-4-Kolben-Bremssättel und PM-Bremsscheiben vertraut. Die Individualität des Bikes wird durch eigene Produktionsteile wie z.B. Beleuchtung, Fußrasten und natürlich verschiedene Rahmenformen für die unterschiedlichen Modelle unterstrichen.
Echte NASCAR werden auf der Rennstrecke mit fetten profillosen Slicks gefahren, was bei einem Straßenbike genau so wenig möglich ist wie bei dieser straßenzugelassenen NASCAR-Replica. Während die Big Dog hinten mit einem fetten 300er-Reifen auf einer 10,5×18 Big-Dog-Aluminiumfelge und vorn im gleichen Design mit einer 3,5x 21-Felge samt 120er-Reifen bestückt ist, muss das NASCAR mit deutlich weniger Gummi auskommen. Dieses Auto ist ein originalgetreuer Nachbau des J.J. Yelley Autos aus der US-Rennserie und besitzt nur 235e-Pneus. Die Farbwahl entspricht nicht ganz dem Original, doch genau wie das Bike sorgt das Auto vor allem bei Rennfans für Aufsehen, da der Rennprofi J.J. Yelley es signiert hat. Leider hat es wegen des 6-Zylinder-Standardmotors keinen Sound, auch wenn der Auspuff etwas modifiziert wurde.

Ganz anders die Big Dog, die ihren kräftigen Sound durch eine eigens für dieses Modell angefertigten Auspuff ins Freie bläst, die in dieser Form leider nicht für Europa homologiert ist, aber perfekt zum Stil des Powerbikes passt. Der Chevy-Racing-Nachbau wird in Sturgis auf der Rennstrecke als Pacecar eingesetzt und wäre in Deutschland dazu verdammt, auf nicht öffentlichem Grund seine Runden zu drehen: Natürlich gäbe es weder für die Spoiler noch für die Windleitbleche am Dach eine Zulassung. Die Big Dog Bikes dagegen sind mit geringen Modifikationen in Deutschland erhältlich und werden von der Custom Garage bei München vertrieben. Übrigens: Ebenso heiß wie das Bike war auch das Shooting auf der Dragsterstrecke in Sturgis dank der AFT-Girls…

TECHNISCHE DATEN
Big Dog Limited Edition Mastiff
Baujahr: 2010
Motor: 2-Zylinder S&S V-Motor
Hubraum: 117 cui (1.916 ccm)
Leistung: 88 kW/120 PS (Basismotor)
Getriebe: 6-Gang Baker
Leergewicht: 319 kg
Zul. Gesamtgewicht: 512 kg
Bohrung/Hub: 104,8 x 111,1 mm
Bremse: 4-Kolben-Bremse vorn/hinten
Rahmen: 1 1/2 Zoll, 42 Grad Rake
Reifen: 120/70-21 vorn, 300/85R18 hinten auf Big Dog-Alufelgen
Extras: individuelle Lackierung auf Wunsch, Motor poliert, verchromt, schwarz
Preis: auf Anfrage
Infos: www.custom-garage.de
www.bigdogmotorcycles.com

 

Bilder: Frank Sander

Wer in Deutschland auf einem Fleck die wertvollsten, interessantesten und schönsten Klassiker sehen will, kommt an Schloss Dyck nicht vorbei. Die „Classic Days“ bestehen fast nur aus Highlights: von der Präsentation extremer Einzelstücke bis zu Demofahrten auf schmalem Rundkurs

An der Ecke auf die L32 wird’s eng. Rai Lall hat mit dem Bentley Blower von 1930, Karosserienummer AD3666, alle Hände voll zu tun. Während sein Bruder Taj vom Beifahrersitz aus die Tropföler beobachtet und die Regentropfen von den winzigen Scheiben wischt, wuchtet der Londoner Rai den tonnenschweren Riesen um die Ecken der kurzen Rundstrecke. Der mächtige Kompressor am Bug sorgt wegen seines hohen Gewichts für  heftiges Übersteuern – Rai kann das Touchieren der fetten Heuballen nur deshalb verhindern, weil er frühzeitig die nicht sehr zuverlässigen Bremsen betätigt. Sein Papa – Mitglied im noblen Benjafields Racing Club, der nur für ausgewählte Besitzer von Vorkriegs-Bentleys offen ist – wird ihm dankbar sein, denn die Brüder Tall haben sich den wertvollen Engländer nur mal eben geliehen. Schließlich ist Schloss Dyck.

 

Und was das Schloss so auffährt, sind schon ein paar Dycke Dinger: So stehen in der Orangerie seltene Juwelen wie Mercedes-Benz 710 SS Cabriolet/4, Alfa Romeo 1750 GS Zagato, Horch 853, Lincoln Model K, Talbot Lago T26 Rekord Cabrio Worblaufen, Delahaye 135 MS Coupè Ghia Aigle, Autobleu Mille Miles 750, Cisitalia 202 Coupè, Bizzarini 5300 GT Strada oder der unglaubliche Porsche Typ 64 Berlin-Rom-Wagen aus dem Hamburger Prototypen-Museum – alle Teil des FIVA-Events Concours d’Elegance.

Doch das macht nur einen kleinen Teil der Classic Days aus. Im Schloss, auf den verschiedenen Obstwiesen und im Garten parken Racing Legends wie der Opel Track Racer, der Siemens Protos oder ein Mercedes Simplex, bei den Classics (1910 bis 1925) Locomobile M48 Speed Car oder Bugatti 35B. Die starke Klasse der Historics (1926 bis 1949) sind zum Beispiel vertreten durch Vauxhall 30/98 HP Velox Tourer, Hotchkiss 3 Litre oder Fiat 509 Special, die Modern (1950 bis 1961) von Allard J2 über Jaguar XK 120 Porsche 356 A GT bis Lotus Elite. Neben den Schloss-Shops Brillianten aus der deutschen Wirtschaftswunderzeit wie Fuldamobil NFW 200, NSU Prinz III und Glas Goggomobil TS 250, auf einer Wiese motorisierte Kutschen aus der Anfangszeit der Autos wie ein Nachbau von Fords Quadricycle ohne Starter und Bremse, auf einer anderen Campinggespanne aus der Anfangszeit der Individualreise. Auf weiteren Arealen Renn- und Sportwagen (zum Beispiel der ehemalige Can-Am-Porsche 908/2 von Steve McQueen), alte Motorräder und Gespanne, dazwischen wuseln Motorsport-Legenden wie Jochen Maaß, Gijs van Lennep und Hans Herrmann.

Das Schönste an Schloß Dyck: Dank einer kurzen Rundstrecke – etwa 2,8 Kilometer auf einem Stück der Landstraße 32 und durch eine alte Bergahornallee – können die Zuschauer viele der Boliden in voller Action erleben. In diversen Läufen lassen die Fahrer ihren PS freien Lauf. Zur Sicherung muss der Veranstalter für 15.000 Euro 250 Tonnen Heu ankaufen, die zum Stapeln eckig gepresst werden – was nur gelingt, weil ein Landwirt in der Nähe noch eine alte Maschine dafür besitzt.

Ob das Heu im Notfall auch die „schnellsten Lastwagen der Welt“ (Ettore Bugatti über die mächtigen Bent-  ley der 30er Jahre) auffangen würden, ist zum Glück noch nicht ernsthaft getestet. Wenn die knapp 20 Riesen des Benjafields Racing Club gleichzeitig losdonnern, bebt selbst das rhombenförmige, etwa 1,2 Kilometer lange benachbarte Miscanthusfeld. In dem ursprünglichen Schilfgras-Kunstprojekt parken die insgesamt 6.000 Klassiker der rund 90 anwesenden Motorclubs und Zuschauer. Man muss schon hart im Nehmen sein, um dort nicht wegen rund 30 BMW Z1 auf einem Fleck, 20 TVR oder 50 Austin Healey den Verstand zu verlieren. Auch deshalb sind die „Classic Days“ auf Schloss Dyck fester Bestandteil aller Klassik-Fans, obwohl das Spektakel in Jüchen bei Neuss vom Enthusiasten Marcus Herfort erst im Jahr 2006 ins Leben gerufen wurde. Der hatte dafür zwei Gründe. Erstens: Um den wichtigsten Deutschen Nachkriegsrennfahrer, den Horremer Graf Berghe von Trips, zu ehren, der 1961 in Monza beim Formel-1-Finale tödlich verunglückte. Zweitens: Um den Bestand des Schlosses zu sichern, denn die gesamten Einnahmen der „Classic Days“ erhält die Stiftung Schloss Dyck, die damit Gebäude und Ländereien saniert und erhält. Bislang wird von den 60 Hektar Dyck-Land etwa die Hälfte für die Veranstaltung belegt, viel mehr soll es auch nicht werden.

Es ist sowieso ein Wunder, dass die Behörden das Spektakel erlauben. Denn trotz aufwendiger Ölauffangplatten und -pappen tropfen die alten Wagen doch hier und dort ein bisschen, selbst der Rasen in der Orangerie steht nicht nur unter Natur-, sondern sogar unter Denkmalschutz. Denn der Schlossgarten ist das wohl einzige Werk in Deutschland des berühmten schottischen Gartenarchitekten Thomas Blaikie (geb. 1751, gest. 1838). Auch die Rennstrecke ist recht eng und winkelig. 2007 brach Rennfahrer Bernd Schneider in einem Formel-1-Auto die Radaufhängung, der Unfall verlief glimpflich. Ein Jahr später drehte sich ein übermotivierter Formel-Fahrer in die Heuballen und warf fünf Zuschauer um (ohne weitere Folgen), die sich dort unerlaubt aufhielten. Nicht weniger erschrocken war ein Oldtimerbesitzer 2007, als Auftragsdiebe seine Karosse vom Besucherparkplatz nachweislich nach Russland entführten…

Deshalb gilt jedes Jahr immer mehr: Safety First. In die Schlosshöfe und in die Orangerie werden aus Sicherheitsgründen nicht mehr als 1.200 Menschen gleichzeitig eingelassen, weil es nur zwei enge Zugänge gibt. In diesem Jahr wurde sogar einer davon nur in einer Richtung für den Publikumsverkehr freigegeben – in etwas übertriebener Sorge vor einer zweiten Drama a la Duisburger Love-Parade.

Egal – noch kommt der zahlende Besucher (Tageskasse: 24 Euro ein Tag, 38 Euro das gesamte Wochenende) an fast jedes Auto blechnah heran, kann das wunderbar verbleite Benzin riechen und ölverschmierte Mechaniker und Besitzer bei erfolgreichen und weniger erfolgreichen Reparaturversuchen akribisch auf die verölten Finger schauen. Inzwischen besuchen rund 30.000 kompetente Experten und Fans so ein außergewöhnliches Dyck-Wochenende, teilweise stilecht ausgestattet mit Klamotten der 20er bis 50er Jahre, geflochtenen Picknickköfferchen und ausladenden Sonnenhüten. Für die meisten auch das ein Grund, um wiederzukommen. Auch für die Dyck-Novizen Rai und Taj Lall. Wenn der Vater ihnen noch einmal das Auto leiht.

 

Bilder: Roland Löwisch