Einst stand der Titel „Santa Maria“ für einen grauenvollen Roland-Kaiser-Hit oder war der Name des Flaggschiffes von Christoph Columbus. Heute ist es ein Ort, in dem amerikanische Oldtimer gefeiert werden: Hier finden die „Cruisin‘ Nationals“ statt – das alljährliche Treffen der „West Coast Kustoms“

Für die meisten Fans und Fahrer ist das Cruising die Hauptattraktion in Santa Maria

Für die meisten Fans und Fahrer ist das Cruising die Hauptattraktion in Santa Maria

So wird der 54er Mercury, der zugunsten der Alzheimer-Stiftung verlost werden soll, später aussehen

Viele Wagen kommen im Primer-Anzug. Beliebte Varianten sind farbige Grundierungen  – oder Basislack ohne Klarlack darüber

Viele Wagen kommen im Primer-Anzug. Beliebte Varianten sind farbige Grundierungen – oder Basislack ohne Klarlack darüber

Wenn man es genau nimmt, hat Santa Maria tatsächlich noch heute etwas mit Christoph Columbus zu tun. Denn der „entdeckte“ bekanntermaßen – ohne sich dessen bewusst zu sein – Amerika. Und dort, genauer gesagt an der kalifornischen Westküste, liegt eben jener magische Ort.

Santa Maria ist vor allem bekannt für seinen Weinbau und das „Santa Maria Style Barbecue“. Aber seit 2008 gibt es hier eine weitere Attraktion, die – zumindest in Automobil-affinen Kreisen – den anderen längst den Rang abgelaufen hat: die „Cruisin’ Nationals“, das jährliche Treffen der „West Coast Kustoms“.

Vor nunmehr 30 Jahren hat Richard „Rich” Pichette – unter tatkräftiger Mithilfe seiner Frau Penny – den Club gegründet, um den langsam wieder zahlreicher werdenden Fahrern von Customs in Kalifornien eine Anlaufmöglichkeit zu bieten.

Hotelparkplatz: Eine Show für sich

Hotelparkplatz: Eine Show für sich

Mattschwarz scheint aus der Mode zu kommen: seltener Anblick

Mattschwarz scheint aus der Mode zu kommen: seltener Anblick

Immer wieder beliebt: blankes Blech, wie hier beim 50er Chevy

Immer wieder beliebt: blankes Blech, wie hier beim 50er Chevy

Gegen Abend startet das Cruising

Gegen Abend startet das Cruising

Eifel-Rallye-Festival in Daun

Der Ludwigsburger Uwe Kurzenberger ist echter Porsche-Enthusiast: Innerhalb von fast zehn Jahren hat er die originalen Werks-911 2.7 RS der East-African-Safari-Rallye der Jahre 1973 und 1974 gekauft und behutsam restauriert. Jetzt rannten beide beim Eifel-Rallye-Festival in Daun. An den Lenkrädern: der Besitzer und Ex-Rallyeweltmeister Björn Waldegaard. Wir wagten uns bei beiden auf den Copiloten-Sitz

Irgendein Vollidiot steht auf der Hupe – natürlich genau dann, als Uwe Kurzenberger mit mir als Beifahrer im Porsche 911 2.7 RS, Startnummer 42, zum Sonderpüfungsstart rollt und ich eine wichtige Frage auf den Lippen habe. Er gestikuliert, ruft, schimpft vielleicht auch ein bisschen gegen den Lärm an, auch mich nervt der Krach. Dann plötzlich: Ruhe.

„Du standest auf der Hupe…“ sagt Kurzenberger sichtlich erleichtert. Tatsächlich: Der Vollidiot war ich. Muss ich denn wissen, dass bei einem Original-Auto der East African Safari Rallye der Copilot mit seinen Füßen für das Weghupen von Hindernissen zuständig war? Auch die Bedienung der Scheibenwaschanlage ist da unten – Beifahrer sein ist eben kein Zuckerschlecken.

Stolze Porsche-Eigner: Uwe Kurzenberger und Frau Gabriele

Stolze Porsche-Eigner: Uwe Kurzenberger und Frau Gabriele

Konzentrierter Eifel-Flug: Kurzenberger in seinem Element

Konzentrierter Eifel-Flug: Kurzenberger in seinem Element

Künstliche Wasser-Durchfahrt: Waldegaard und Porsche nehmen es stoisch hin

Künstliche Wasser-Durchfahrt: Waldegaard und Porsche nehmen es stoisch hin

Nordi Car Classic in der Elbmarschenhalle am 26. und 27. Oktober 2013

Ein perfekter Saisonabschluss und eine Veranstaltung, auf der sich die Liebhaber bildschöner Automobil-, Motorrad- und Nutzfahrzeug-Legenden schon mal ihre Weihnachtswünsche notieren können. Das ist die Nordi Car Classic in der Elbmarschenhalle vor den Toren Hamburgs – bereits zum vierten Mal gastiert die attraktive Oldtimer-Messe in Horst, und wir verlosen jetzt fünf mal zwei Eintrittskarten für den 26. und 27. Oktober 2013.

'Nordi Car Classic – wir verlosen Eintrittskarten!' weiterlesen

Wild Ponies of Hanau 2013

Wild gewordene Mustangs treffen sich jeden Sommer in der Klassikstadt Frankfurt. Und auch dieses Jahr stellen wir wieder gerne fest: Das Leben ist ein Ponyhof

Ob sich Wildpferde freuen, wenn sie gegrillte Kuh riechen, hat noch niemand überliefert. Zumindest stört es sie nicht. Erst recht nicht, wenn es sich um Mustangs handelt, die dann auch noch aus Blech, Gummi und Plastik bestehen.

Wer sich garantiert über die Steaks freut, sind die ganzen Cowboys beim Treffen „Wild Ponies in Hanau“, das – wie in jedem Jahr – Ford-Mustang-Fans mit ihren Gäulen zusammenführt. Da donnert’s, bullert’s, schnorchelt’s und zischelt’s dank aller Generationen von Ford Mustang, angefangen bei den Klassikern der Generation 64 ½ über die breitbeinigen Straßensauger der 70er und die eher klein ausgefallenen ungeliebten Kantenkisten der 80er bis hin zur aktuellen Neuauflage. Mustangs bis zum Horizont – cool.

Im Innenhof der alten Traktorenfabrik tummeln sich die Wildpferde und andere Klassiker.  TRÄUME WAGEN ist natürlich mit dem Parnelli Jones Mustang mitten drin Im Innenhof der alten Traktorenfabrik tummeln sich die Wildpferde und andere Klassiker. TRÄUME WAGEN ist natürlich mit dem Parnelli Jones Mustang mitten drin
Im Innenhof der alten Traktorenfabrik tummeln sich die Wildpferde und andere Klassiker. TRÄUME WAGEN ist natürlich mit dem Parnelli Jones Mustang mitten drin

Im Innenhof der alten Traktorenfabrik tummeln sich die Wildpferde und andere Klassiker. TRÄUME WAGEN ist natürlich mit dem Parnelli Jones Mustang mitten drin

Allein in dieser nun fast 50-jährigen Modellreihe des amerikanischen Ford-Konzerns stecken mehr Varianten und Geschichten als in einem dicken Bilderbuch über die Pferdezucht im Wilden Westen – auch wenn sich die deutschen Statthalter dieses uramerikanischen Autos „nur“ im Innenhof der alten Frankfurter Traktorenfabrik, die heute als „Klassikstadt“ bekannt ist, treffen.

Die Gründe, warum diese Männer (und auch Frauen) ihre Ponies reiten, sind so verschieden wie die Reiter selbst. Einige sehen Tuning als Lebensaufgabe und haben schon mehr Euro in die Aufwertung ihres Mustang versenkt als andere in den preiswürdigen Garten ihres Landhäuschens. Viele haben schon immer von einem Ami geschwärmt und sich mit dem Mustang einen Lebenstraum erfüllt, der bezahlbar ist, eine überschaubare Technik vorweist und sich preiswert unterhalten lässt. Und der trotzdem den typischen Charme amerikanischer Autos versprüht, auch wenn er nicht so wahnsinnig groß und ein bisschen sportlich ist, aber noch immer schön schaukelt und unnachahmlich aus den Rohren gullert. Und etliche wollten einfach irgendwann keinen austauschbaren neuwertigen Kleinwagen zu Leasing-Sonderkonditionen mehr fahren – weil das einfach nicht glücklich macht.

Mit Vollgas in den Tag

Mit Vollgas in den Tag

Ganz normale Menschen in nicht immer ganz normalen Autos. Klassiker, vom rassigen Porsche bis zum Alltags-Opel – Hauptsache älter als 20 Jahre und mit viel Spaß an der Sache. Zusammen mit dem ADAC Hansa haben wir in diesem Sommer die ADAC TRÄUME WAGEN KLASSIK 2013 veranstaltet und damit ein wunderbares Stück entspannter Rallyegeschichte geschrieben. Streckenverlauf und Ergebnisse findet ihr HIER (Klick), was wir aber heute für alle Teilnehmer und Interessierten haben ist der Film!

'ADAC TRÄUME WAGEN Rallye 2013 – Der Film!' weiterlesen

Pony-Express auf der Promenade des Centro-Geländes: Zahllose Mustangs und andere US-Cars präsentierten sich vom 19. bis 21. Juli 2013 in Oberhausen zum 10. US-Car & Biker-Treffen. Bei bestem Wetter drängte sich die Szene um die bestechend herausgeputzten Fahrzeuge und bestaunte auf dem gemeinsamen Stand von TRÄUME WAGEN, Velocity und Aero auf der Händlermeile den TRÄUME WAGEN Mustang GT und den vor der TÜV-Prüfung letztmalig ausgestellten 66er Track-Day-Mustang von Velocity.

10. US-Car & Bike-Treffen

Vom 19.-21.7. traf sich die US-Car und Biker-Szene auf dem Centro Gelände in Oberhausen

Es ist mittlerweile zu festen Einrichtung geworden: Bereits zum 10. Mal traf sich in Oberhausen die US-Car und Biker-Szene auf der Promenade des Centro-Geländes im Schatten des Gasometers.

10. US-Car & Bike-Treffen 10. US-Car & Bike-Treffen

Fotos: Gareb Aepler, Andreas Aepler

Wer schon einmal an einer ADAC-Rallye teilgenommen hat, erzählt hinterher in drei Kapiteln: 1. Wo ging’s lang? Wie stressig war’s? Wer saß daneben? Bevor wir die Antworten geben, wollen wir grundsätzlich festhalten: Bei den ADAC-TRÄUME-WAGEN-Rallyes handelt es sich grundsätzlich nicht um Hochgeschwindigkeits-Rundkurse, in denen aufgemotzte Autos möglichst schnell und Schlamm spritzend zwischen Strohballen in Richtung Etappenziel ballern – unsere Rallyes sind zum Spaß, zur Unterhaltung und zum gemeinsamen Beisammensein von klassischen Autos und ihren Fahrerinnen und Fahrern ersonnen worden.

'ADAC TRÄUME WAGEN KLASSIK 2013' weiterlesen

TRÄUME WAGEN Herausgeber Marco Wendlandt und das Porsche Zentrum Hamburg entfesselten am 9. Juni 2013 mit dem entscheidenden Zündfunken das Stakkato von 56 Boxern zu den Aircooled Classics. Nicht Wettbewerb sondern entspanntes Cruisen in einer großen motorisierten Familie stand auch in diesem Jahr im Vordergrund und ließ den seit Generationen von Baureihen ungebrochenen Mythos Porsche aufleben.

Aircooled Classics
Aircooled Classics Aircooled Classics

Die Aircooled Classics hat sich fest in den Kalendern und den Herzen aller Fans und Freunde von luftgekühlten Sechszylindern aus Zuffenhausen etabliert. TRÄUME WAGEN und das Porsche Zentrum Hamburg haben am 9. Juni 2013 wieder für einen guten Rundlauf und saubere Zündfunken bei allen Teilnehmern gesorgt

Es gibt Menschen, die glauben, Motor ist gleich Motor. Und nur dazu da, sie von A nach B zu bringen, ohne dass sie laufen müssen. Vergessen wir sie.

Es gibt Menschen, die nicht erkennen, ob ein Reihenmotor, ein V-Motor oder ein Boxermotor in einem Auto arbeitet. Vergessen wir sie.

Und dann gibt es noch Menschen, die ziehen einen wassergekühlten Boxer einem luftgekühlten Boxer vor. Mit denen muss man reden. Mit denen müssen wir  reden. Und ihnen klar machen, warum für uns Aircooler ein traditioneller luftgekühlter Boxermotor das Nonplusultra des Motorenbaus ist.

Andreas Tetzloff, Geschäftsführer Porsche Zentrum Hamburg und DAZ-Verleger Marco Wendlandt (rechts)

Andreas Tetzloff, Geschäftsführer Porsche Zentrum Hamburg und DAZ-Verleger Marco Wendlandt (rechts)

Weil die Maschine leichter gebaut werden kann als ein wassergekühltes Pendant, das mehr Teile benötigt. Weil sie wegen kompakterer Bauweise weniger Platz benötigt.

Weil „Luft nicht gefrieren und nicht heizen kann“, wie uns einst die Porsche-Werbung ganz richtig suggerierte.

Feinrost Drivestyle im Norden

Feinrost Drivestyle im Norden

Von wegen im Norden gibt es keine Szene. Ha. Habt IHR ne Ahnung. In Hamburg hat sich schon seit Jahrzehnten eine Community aus Oldtimerbesitzern, Amifreunden und abgefahrenen Drivestylern etabliert, und das nicht erst seit die Oldtimertankstelle Brandshof wieder eröffnet ist. Man trifft sich. Man schnackt und feiert. So. Und jetzt gehen wir mal noch weiter nach oben auf der Karte, nicht ganz bis Flensburg, sondern bis nach… KIEL. Kiel? Ja, genau, Kiel. Das kleine hässliche Städtchen an der Förde, wo nicht nur der Tanz seinen Taunus parkt, sondern auch die Schrauber- und Partyszene rund um Jörg Reymann ihr Unwesen treibt. Und das jetzt auch offiziell. Im Rahmen der ersten FEINROST Party im Norden!

Feinrost

Feinrost

Warum Feinrost? Weil man in Kiel seine alten Autos nicht mit Wattestäbchen poliert und sie in sterilen Showrooms konserviert, sondern sie fährt, wie sie sind. Mit Patina und Geschichte. Da kann auch ein Kotflügel mal eine andere Farbe haben als der Rest, da kann ein Sitz auch mal durchgesessen sein oder eine Stoßstange ein wenig Flugrost haben. Manchmal auch ein bisschen mehr. Na und? Die Kieler wollen vor allem ihre coolen alten Autos FAHREN und nicht auf neuzeitlichen Geschmacklosigkeiten wie Hyundai Getz, Nissan Matiz oder Chevy Kotz verzweifeln. Und sie alle wollen eine gute Zeit miteinander und mit euch haben, also holt eure Karren raus und freut euch auf den Mai!

Was euch erwartet

Was euch erwartet

Die Jungs und Mädels haben sich ordentlich was einfallen lassen und werden nicht nur den eigenen Whirlpool, beheizt von der Holzfeuertonne und umgepumpt von der alten Magirus-Feuerwehr anwerfen. Schaut regelmäßig mal auf www.feinrost.de für neue Informationen, besonders was die Parkmöglichkeiten rund um die Spitze der Kieler Förde betrifft. Sehen wir uns da? Ich denke doch mal, oder????

13. Retro Classics in Stuttgart: 1.300 Aussteller, 3.000 Klassiker – was will das Oldie-Herz mehr?

Zwischen schwülstig und elegant: Delahaye

Delahaye – da klingt schon der Name wie ein geschwungener Kotflügel. Das fanden wohl auch die Organisatoren der 13. Retro Classics in Stuttgart und würdigten in einer Sonderschau dem fast barocken Design des französischen Herstellers: 25 Fahrzeuge – jedes unglaublich wertvoll – brachten den Besuchern die außergewöhnliche Geschichte des französischen Autobauers nahe, der 1845 in Tours mit Backsteinen, Eisenbahnwagons und stationären Motoren seine Geschäfte begann. Emile Delahaye entschied sich dann allerdings, Autos zu bauen, und schuf so elegante und wie außergewöhnliche Karosserien. Der schönste Beweis: das ausgestellte Delahaye 135 MS Cabriolet – so stilvoll wie wertvoll.

Gar nicht so einfach, sich von dem exklusiven Franzosen zu verabschieden – aber nötig, denn insgesamt 100.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, 1300 Aussteller (Händler, Restaurateure und Clubs) und mehr als 3.000 Klassiker (Oldtimer, Youngtimer, Sammlerfahrzeuge sowie Rennautos, Motorräder und Traktoren) machten auch in diesem Jahr wieder die Retro Classics zu einem Pflichttermin für Liebhaber von altem Blech und forderten ihre Zeit. Besonders einfach: der Kauf des gefundenen automobilen Lieblings vor Ort. Denn wie im vergangenen Jahr hatte das Landratsamt Böblingen eine „Zweigstelle“ auf der Messe eingerichtet, wo gekaufte Fahrzeuge mit Überführungskennzeichen ausgestattet werden konnten, um sie direkt mit nach Hause zu nehmen.

Halle 5: künftig ausschließlich für US-Cars

Ziel aller TRÄUME WAGEN-Nerds war wieder die Halle 5. Denn sie gehört wie immer den US-Cars, wo selbstverständlich auch TRÄUME WAGEN vertreten war (siehe Kasten). Neben alten und neuen Muscle Cars und Kid Rods hatten sich allerdings auch ein paar vereinzelnde nicht US-ler verirrt. Das soll allerdings nicht wieder vorkommen: Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, will die Halle 5 im nächsten Jahr ausschließlich für den „American Way of Drive“ reservieren.
Wer weder Vorlieben für französische noch für amerikanische Klassiker hegte, dürfte in der zweiten Sonderschau zufrieden gestellt worden sein: Sie widmete sich dem Zwickauer Hersteller Horch. Die Geschichte von der Entstehung des ersten Wagens bis hin zu der Etablierung der Marke Audi konnten Besucher anhand der 20 ausgestellten Horch-Fahrzeuge nachvollziehen. Besondere Highlights: das Unikat Horch 710 mit Deko-Karosserie von Reinbodt und Christé und Achtzylinder-Motor aus dem Jahre 1933 und der 855 Spezialroadster mit Karosserie von Gläser aus Dresden, der nur drei Mal hergestellt wurde.

Fotogalerie auf Facebook -> TRÄUME WAGEN Retro-Galerie

Natürlich feierte Aston Martin den 100. Firmen-Geburtstag und Porsche den 50. des Klassikers 911. Der Hersteller mit dem kürzesten Anreiseweg präsentierte dazu das Vorserienmodell des 911 Turbo, den Louise Piëch vom deutschen Autobauer zu ihrem 70. Geburtstag im Jahre 1974 geschenkt bekam. Spezialisten von Porsche Classic demonstrierten an einer 911-Carrera-RS-Karosserie das Leistungsspektrum der Classic Werkstatt und beantworteten die vielen Fragen zur Original-Ersatzteileversorgung. Auch für diejenigen, die sich besonders für den Karosseriebau interessierten, gab es einen Spezialisten: Die Silberform AG informierte anschaulich über die Prozesskette von der Skizzierung der Idee auf Papier über die Umsetzung des Entwurfs in 3D auf dem Computer mit einer CAS-Software, der Modellierung und Gestaltung bis hin zur Freigabe der Karosserie.

Ein tolles Programm – wir sind gespannt, was sich die Retro-Classics-Verantwortlichen für 2014 einfallen lassen. Und kommen garantiert wieder…

TRÄUME WAGEN Ponys in neuem Gewand auf der Retro Classics

DAZ-Ponys in neuem Outfit

Wie der wohl aussehen wird? – Noch unfertiger Velocity-Mustang

Erster Auftritt der beiden neu gestalteten TRÄUME WAGEN-Verlagsponys in der Öffentlichkeit: Die Besucher der Retro Classics konnten sich am Messestand der DAZ VERLAGSGRUPPE von der Wirkung der beiden neu eingekleideten Ford Mustang der Baujahre 1973 und 2013 überzeugen. In den Farben Schwarz-Weiß-Rot des Ex-Rennfahrers Parnelli Jones statt in dem bislang bekannten Grabber Blue präsentieren sich in diesem Jahr die beiden Verlagsbotschafter. Und Neu-Sponsor Velocity kam mit einem im Erlkönig-Design abgeklebten Hot Rod und machte ein großes Geheimnis aus dem aktuellen Projekt. Zudem konnten Messe-Besucher am TRÄUME WAGEN-Stand mit Porsche-Vermieter Frank Bobertag fachsimpeln und sich zu den Autopflege-Produkten von AERO beraten lassen – inklusive Karosserie-Entroster.

Roter Teppich überall

Roter Teppich überall

Ein bisschen Catwalk, ein bisschen Nightlife, ein bisschen Race-Style. Anglizismen, so weit das Auge reicht, und ebenfalls so weit das Auge reicht präsentieren sich auf der Essen Motor Show Autos, Autos, Autos. Ihre sagenhafte Vielfalt und Menge läuft heute Abend einmal absolut nicht analog zur Zahl der anwesenden Menschen – es ist nämlich Freitag spätabends, und alle Presseleute sind schon nach Hause gegangen. Keine Menschen, so weit das Auge reicht. Am TRÄUME WAGEN Stand läuft aber noch die legendäre Standparty (klick), und ich nutze den skurrilen Mix aus Partylärm und absolut leerer Messehalle für einen kleinen Nachtspaziergang…

Mercedes-Benz Concept Studien

Mercedes-Benz Concept Studien

Kennt man die klassischen Messen der Republik, besonders deren erste öffentliche Besuchertage, dann kennt man Geschubbse, Gedrängel, Goodiebag-Abgreifer und Kugelschreiber-Habenwoller. Neben den wirklich interessierten Gästen ziehen die Horden der Mitnehmergesellschaft wie ein Heuschreckenschwarm durch die Hallen, und es ist selten möglich, die fantastischen Exponate einmal zu fotografieren, ohne dass Klaus-Dieter aus Bottrop mit seinem Schmerbauch und Oberlippenbart debil lächelnd ins Bild stolpert. Heute blickt hier nur noch das argwöhnische Auge der Security, während ein paar Reinemachefrauen ihre Staubsauger uninspiriert über die roten Teppiche schieben.

Schlaaaaaf in himmlischer Ruuuuuh

Schlaaaaaf in himmlischer Ruuuuuh

Der fröhliche Motorjournalist, angenehm angetütert von ein paar Moskovskayas, schwebt auf dem gefühlten Wind der Individualität über die roten Teppiche und saugt den Geist der wundervollen Automobile in sich auf. Einige sind schon sauber abgedeckt (das macht sie fast sexy, so wie Reizwäsche ahnen lässt, was drunter sein könnte), andere präsentieren sich in ihrer ganzen vorweihnachtlichen Nacktheit ungeschützt dem Auge. Von Zuffenhausen über Stuttgart bis nach Ingolstadt und München – die Metropolen der Republik haben ihre gummibereiften Markenbotschafter geparkt.

Geschenke auspacken?

Geschenke auspacken?

Es ist gar nicht der monetäre Gegenwert, der hier ansatzweise ungesichert die schwarze Kleptomanenseele anspricht. Nein. Es ist die Gegenwart von automobilen Legenden, anfassbar, begreifbar, spürbar. Niemand redet, niemand drängelt, niemand grapscht mit seinen klebrigen Softeisfingern nach Prospektmaterial. Der imaginäre Wüstenwind weht ein paar trockene Heckenrosen durch die Einsamkeit, eine Grille zirpt, ein Windrad quietscht. Nur irgendwo von ganz weit hinten aus dem Off bummsen die Bässe der Party, deshalb können wir den Cowboy nicht hören, der Mundharmonica spielt. Eine irgendwie coole Atmosphäre.

Bilder machen, mal ganz ungestört

Bilder machen, mal ganz ungestört

Auch Bloggerfreund Stratmann lässt sich von der „ich-hab-mich-allein-im-Kaufhaus-einschließen-lassen“ Atmosphäre anstecken, und gemeinsam fotografieren wir die Exponate. Jens & Jens sind auf dem Weg zur Toilette, aber da die sich am ganz anderen Ende der Messehalle befindet ist der Weg diesmal das Ziel. Und hey – das ist hier nur eine der vielen Hallen, die es zu erkunden gibt. Aber wir wollen mal nicht übertreiben, was sich unseren Kameras hier bietet ist schon cool genug, da bedarf es keiner weitere Exkursionen in die Nachbargalaxien.

Die Messe. Unendliche Weiten.

Die Messe. Unendliche Weiten.

Wir wollen die Geduld der Security mal nicht ausreizen. Es ist schon nett genug, dass man uns passieren und bis 22:00 Uhr feiern lässt, bevor morgen die Massen hier durchschieben. In Halle 3 jedenfalls schlagen die Herzen der Prototypen- und Klassikerliebhaber eindeutig höher. Und das tun sie bestimmt auch noch, wenn hier mehr Menschen unterwegs sind, schließlich sind dann ja wiederum auch noch die hübschen Hostessen an den Ständen. So. Wir sollten mal wieder zurück, bevor es keinen Vodka mehr gibt…

Viva la vida loca

Viva la vida loca

Ich würde Ihnen gern ein bisschen von dem Gefühl abgeben, was einen beschleicht, wenn man auf dem roten Teppich zwischen all diesen wundervollen Autos entlangläuft. Aber das kann ich natürlich nicht, das müssen Sie selbst erleben. Viva la vida loca. Wir sehen uns in Essen?

Der Augenblick wird festgehalten

Der Augenblick wird festgehalten

Karsten und Eva sind Fastback Coupés gewohnt. Eigentlich stand da immer ein mustan-ähnlicher und sehr europäischer Ford Capri vor der Tür, immer, bis vor knapp einem Jahr Karsten ein Exemplar der TRÄUME WAGEN in die Hände bekam und unser 412-PS-Verlagspony in Grabber Blue entdeckte. Da war es um den jungen Mann geschehen. Das war Liebe auf den ersten Blick. Entschuldigung, auf den zweiten, der erste galt ja Eva.

Nomen est Omen

Nomen est Omen

Karsten ist so einer, der einen Gedanken im Kopf nicht einfach beiseite schiebt, wenn er sich gut anfühlt. Schon gar nicht, wenn es ein TRAUM ist. Ein beherztes Telefonat mit Mustang Deutschland, der Ponyschmiede, die uns diese Rakete vor die Tür gestellt hatte, bremst ihn jedoch zunächst aus. Der Wagen soll ja zunächst ein Jahr lang dem DAZ Verlag als drivestylisches Ford-Bewegungsmittel dienen, also gehe da momentan noch nichts in Sachen käuflicher Erwerbbarkeit. Schade, sagt sich Karsten, und hätte sich fast irgendwelche anderen Kisten vor die Tür gestellt, die ihn mittelfristig unglücklich gemacht hätten. Aber nur fast.

So sehen glückliche Menschen aus

So sehen glückliche Menschen aus

Es ist ja bald Weihnachten. Da kann man ja einen Satz auch schon mal gern mit „Es begab sich aber zu der Zeit…“ beginnen. Also. Es begab sich aber zu der Zeit, da das Jahr dem Ende entgegen ging. Ein jeder war in seiner Stadt, und Karsten meldete sich erneut bei Mustang Deutschland, dem Pony-Stall mit Krippe, weil die Verkaufsanzeige unserer Limited Edition prominent in der aktuellen TRÄUME WAGEN prangt. Und traut seinen Ohren nicht. Das Auto, was er schon über so viele Geschichten und Events verfolgt hatte, ist käuflich. Ochs und Esel bleiben, aber das Pony darf gehen. Er ist ganz aus dem Häuschen, Eva stutzt noch ein bisschen ob der optisch klaren Ansage des blauen Riesen…

Einmal unter die Haube gucken

Einmal unter die Haube gucken

Was macht dieser Petrol Head? Er kauft das Auto direkt vom Fleck, unbesehen, nur aufgrund der Berichte im Magazin und im Netz. HIER (klick) hätten wir so einen, und Sie wissen ja, da waren noch viel mehr… Mustang Deutschland legt spontan nochmal zwei Jahre Anschlussgarantie drauf, und die beiden sind frisch gebackene Blind-Date Besitzer einer kleinen blauen Legende. Heute, zur Eröffnung der Essen Motor Show (KLICK hier für die Standparty), wird der Wagen übergeben. Und Karsten und Eva kommen stilvoll, stilvoller kann man gar nicht kommen!

Nägel in Grabber Blue

Nägel in Grabber Blue

Beide haben Windshield Jacken mit dem TRÄUME WAGEN Logo und ihren Namen drauf an (nein, die haben nicht WIR ihnen gegeben, die tragen die freiwillig!), und Evas Fingernägel sind in Wagenfarbe lackiert. Christian Meyer von Mustang Deutschland ist auch dabei, Chef Marco lässt in der geschlossenen Halle noch einmal den (dank der Velocity Edelstahl-Anlage) kraftvoll blubbernden Motor laufen und Bloggerfreund Jens Stratmann schlägt vor, endlich mal unter die Haube zu gucken. Das hat Karsten nämlich noch gar nicht gemacht…

Schlüsselübergabe

Schlüsselübergabe

Solche Menschen mögen wir. Verlieben, vertrauen, einen Traum wagen und es ganz bestimmt später nicht bereuen. Der „Morgen danach“ kann durchaus zwei Gesichter haben. Die einen wachen neben jemandem auf, an den sie sich nicht mehr erinnern können und driften mit Fluchtgedanken durch die morgenkalte Wohnung… die anderen sitzen in einem Ford Mustang und driften glücklich durch die Straßen. So sollte es sein. Der GT 400 hat unseren Redakteuren und Autoren ein Jahr lang treue Dienste geleistet, und es ist uns eine Ehre, den Wagen in so gute und freakige Hände gehen zu sehen.

Drivestyle unter Freunden

Drivestyle unter Freunden

Check. Karsten und Eva bleiben noch den ganzen Abend bei uns, ihr Auto bekommen sie ja erst nach der Messe (soooooo leicht trennen wir uns ja nun auch nicht). Auch als die Standparty sich auflöst und die Messesecurity uns rausfegt kommen die beiden noch mit in die Hotelbar, wo der Abend noch lange nicht zu Ende ist. Sie haben aber auch einen wirklich guten Grund zu feiern. Wir werden berichten. Und natürlich baut Mustang Deutschland schon am nächsten Verlagspony, oder dachten Sie etwa, wir fahren im Jahr 2013 mit einem Chevy Matiz durch den Norden?

Velocity Kustoms

Christian Meyer’s Mustang Deutschland