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Sie sehnen sich nach einem Youngtimer der 90er Jahre, der potente Technik mit überlegenen Fahrleistungen und einer üppigen Coupé-Karosserie kombiniert? Dann haben wir zwei ganz heiße Tipps für Sie

Sportwagen sind Ihnen zu hart und Limousinen zu gewöhnlich, zu langsam? Dann sind BMW 850i und Ferrari 456 GTA vielleicht die Lösung. Beide bilden zwei monumentale Höhepunkte des ausklingenden automobilen 20. Jahrhunderts, schüren ganz oben, wo die Luft seit jeher verdammt dünn ist, eine neue Lust auf große Ausfahrten.

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Beide sind extrem schnell, äußerst exklusiv – und teuer. In ihren Lastenheften vereinen sie wesentliche gemeinsame Schlüsselreize: Zwölf Zylinder und mindestens 300 PS treiben sie an, vier außergewöhnlich mondäne Leder-Einzelsitze erwarten auserwählte Fahrgäste. Diese High-End-Rezepturen garantieren Gänsehaut. Wer sich für einen der beiden Boliden entscheiden darf, der tut dies aus purer Leidenschaft. Jede Kaufberatung wäre ein Missverständnis, was uns daher bleibt ist die Vorstellung zweier höchst charismatischer Charaktere.

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Die mutige dritte Generation von Chevrolets Kunststoff-Sportwagen wird gern zusammen mit dem Design einer Colaflasche oder den ausladenden Hüften einer Frau in einem Satz genannt: Koffein für ein rasendes Herz und Formen für lüsterne Blicke bietet sie reichlich. Und noch einiges mehr: Wir haben einen 1969er Stachelrochen durch den Weserhafen gejagt

Nehmen wir die Dachhälften raus?“ Ja, na klar. Wusste gar nicht, dass das geht. Die Sonne steht hoch oben hinter Schlierenwolken (oder ist das Smog?) und lässt dieses goldene, respekteinflößende Gerät matt und wachsam schimmern. Die Metapher mit dem auf der Lauer liegenden Tier ist allerdings aus mindestens zwei Gründen nicht angebracht. Zum einen ist sie ausgelutscht und abgegriffen („der Jaguar setzt zum Sprung an“ – gähn – „der Cougar wetzt die Krallen“ – schnarch), zum anderen steht hier zur Abwechslung mal nicht ein Vertreter der ausklingenden Muscle-Car-Ära, der erstnamentlich der wilden Fauna zuzuordnen wäre: Corvette. Einfach so.

Amerikas erster Nachkriegs-Großserien-Sportwagen stand in seiner Urversion 1953 schon in den Startlöchern, als noch immer hunderte Menschen Namen für das Straßenschiff vorschlugen. Der Zeitungsfotograf Myron E. Scott machte mit seiner Idee das Rennen, indem er den Jungs bei General Motors die historische Bezeichnung von schnellen, wendigen Kampfbooten auf den Tisch legte. Die französische Kriegsmarine entging schon in den 1670ern mit ihren kleinen „Corvetten“ dem trägen Kanonenfeuer der Kriegsschiffe, und im zweiten Weltkrieg wurden seitens der Briten schnelle, wendige Corvetten gegen die fiesen, aber trägen deutschen U-Boote eingesetzt. In Amerika gab es nur acht Jahre nach dem Krieg eine Menge Veteranen, die sich noch gut an diese Zeiten erinnerten, und der Name schlug dementsprechend ein wie eine Unterwasserbombe.

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Schon die zweite Baureihe von 1962 bis 1967 bekam dann doch einen fischigen, animalischen Beinahmen, nach ihrem Aussehen mit der breiten Haube und dem geteilten Heckfenster nannte man sie „Sting Ray“, übersetzt „Stachelrochen“. Diese Bezeichnung sollte leicht anders geschrieben in die folgenden Generationen übernommen werden, auch wenn das stachelrochige Äußere nicht mehr nachzuvollziehen war. Im Gegenteil. Das schon 1965 von Chevrolet vorgestellte „Mako-Shark“ Showcar – oh je, noch ein Fisch – basierte in vielen Teilen auf einem Entwurf von Bertone aus den 50er Jahren und hatte derart sexy Linien plus eine höchst attraktive Taille, dass davon viele Elemente von Designer David Holls in die dritte Generation C3 übernommen wurden. Einiges nicht. Das futuristische viereckige Lenkrad zum Beispiel – man sollte ihm dafür heute noch dankbar sein. Als Fahrwerk diente in alter amerikanischer Tradition weitestgehend der robuste und bewährte Kram aus dem Vorgänger C2.

Die C3 ging in die Werksgeschichte ein als die Corvette mit der längsten Bauzeit. In den 15 Jahren (von 1967 – 1982) entstanden mehr als 540.000 Exemplare. Die fast schon übertriebenen Formen trafen den Geschmack der Muskelfans, die mit diesem Auto ein Stück amerikanisches Industriedesign erwerben konnten. Die Stingray (eigentlich ja „der“ Stingray, aber sorry, das Gerät ist definitiv weiblich) ging den meisten Menschen mit ihrer Höhe von nur 1,21 Metern gerade mal bis zum Gürtel und entwickelt, wenn man erst einmal in ihr drin sitzt, nahezu wollüstige Bilder im Kopf. Die Fachpresse unkte dementsprechend, man habe die praktische Seite eines Automobils zu sehr im Sinne des Designs vernachlässigt.

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Die unter einer Abdeckung versenkten Scheibenwischer blieben bei Frost einfach, wo sie waren. Game over. Wenn‘s dagegen mal zu heiß wurde, bekamen die Motoren Kühlungsprobleme, weshalb heute viele C3-Fahrer dicke E-Lüfter nachgerüstet haben. Insgesamt ließ die Verarbeitungsqualität gerade der ersten Jahre zu wünschen übrig, aber das störte die Amerikaner nicht. Sie kauften die Corvette, als gäb‘s keine Alternativen. In dieser Preisklasse, und rechnet man noch einen gewissen Nationalstolz ein, stimmte das damals sogar.

Bis 1977 gab es, einzigartig bei Serienfahrzeugen, die herausnehmbaren Dachhälften. Dieses „T-Bar-Roof“ oder „T-Top“ machte aus dem Wagen fast ein Cabrio. Das als solches gab es ihn natürlich auch. Nach und nach wich aber der Spaßfaktor den weltweit anziehenden Sicherheitsbestimmungen, ab 1975 wurde das Vollcabrio nicht mehr angeboten. Auch das T-Top entfiel 1978 und wurde durch eine Art Fastback-Heck mit einer kuppelförmig gewölbten Glasscheibe hinter der B-Säule ersetzt. Was dem ziemlich geilen Aussehen der Corvette nur bedingt Abbruch tat. Im Gegenteil: Sie wurde sogar wieder etwas „rochiger“.

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Er heißt Continental Mark V, ist fast sechs Meter lang und füllt sieben Liter Hubraum mit Benzin. Trotzdem passen in das Coupé bequem nur zwei erwachsene Menschen hinein. Die haben jedoch eine Menge Spaß – zumindest bis zur nächsten Kurve oder Tankstelle: Besuch bei einem der letzten herrlich überheblichen Full-Size-Dinosaurier

Der Tyrannosaurus Rex war ein wahrhaft großer Fleisch- und Aasfresser, stark und Ehrfurcht einflößend. Er stapfte durch die Wälder und fraß, was sich ihm in den Weg stellte. Keine Menschen, denn die gab’s in der jüngsten Stufe der Oberkreide noch nicht. Aber hätte es sie gegeben – sie wären mächtig beeindruckt gewesen.

Die Chance, aus dem Staunen nicht mehr heraus zu kommen, bewahrten sich die Menschen bis letztmalig 1966. Da zogen erste Exemplare des Continental Mark III ähnlich erhaben durch den urbanen Dschungel. Sie waren ungefähr so groß wie ein T-Rex und fraßen ähnliche Mengen wie er – allerdings in Form von kleinen Schalentieren und Muscheln, die zuvor jahrmillionenlang unter dem Druck der Gesteinsschichten verbrachten, dann als schwarze Brühe nach oben gepumpt und aufwändig zu etwas raffiniert wurden, was man anzünden kann: Benzin.

Die Namensgebung ist typisch amerikanisch und deswegen mehr als verwirrend: Die Continental Division war von 1955 bis 1960 eine eigenständige Ford-Konzerntochter und bot den Continental Mark V als hochwertiges Luxusfahrzeug an. Das hier vorgestellte Modell wurde von der Lincoln-Mercury-Division der Ford Motor Company gebaut, aber nicht als Lincoln Continental in den Annalen geführt, denn der Lincoln Continental lag seit 1961 unterhalb der Continental-Mark-Serie und hatte technisch mit ihr nichts zu tun. Als Hommage der damaligen Luxuskarossen trug er demnach nur die Modellbezeichnung „Continental Mark V“ als Nachfolger der Mark-III und -IV-Modelle.

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Diese automobilen Dinos waren die Antwort der Ford Motor Company auf den gerade erfolgreich vorgestellten Cadillac Eldorado und wollten vor allem groß und luxuriös sein. Und groß. Und luxuriös. Vor allem aber groß. Naja, auch luxuriös. Allein die Motorhaube war mit 1,80 Metern Länge nur geringfügig kürzer als ein moderner Smart. Beide Fahrzeuge boten zwei Personen einigermaßen Platz, jedes auf seine Weise, die Insassen des Continental aber verspürten dabei diese Ehrfurcht, wie der T-Rex sie ausstrahlen konnte. Allein schon deshalb, weil eine tiefe Erkenntnis ein paar Minuten braucht, bis sie sich in Hirn und Herz voll entfaltet.

Hirn: Du sitzt in einem unfassbar großen Pkw, vielleicht in dem größten, in dem du jemals gesessen hast. Wie kann es sein, dass es hier drin nur unwesentlich mehr Platz als im Smart gibt? Ist das einer der Gründe, warum so etwas ausgestorben ist? Wir werden es erkunden. Herz: Erweck mal das Triebwerk zum Leben, leg mit dem Hebel am Lenkrad die Fahrstufe ein und lass dieses lange Ding losgleiten. Und denk nicht so viel nach.

Man ist sich heute nicht ganz sicher, ob nun vor zig Millionen Jahren ein Meteorit eingeschlagen ist, eine Eiszeit kam oder die großen Viecher einfach alles aufgefressen haben. Jedenfalls waren die Dinos plötzlich weg. Und was da gegen Ende der Kreidezeit passierte, wiederholte sich Anfang der 70er Jahre ähnlich: Die erste große Ölkrise. In Nordamerika, was nicht für seine ökonomischen Kleinwagen bekannt war, erlegten sich alle Hersteller Sparzwänge auf, weil plötzlich niemand mehr den Durst der dicken „Gas Guzzler“ akzeptierte: Dank OPEC verdoppelte sich der Preis für einen Liter Kraftstoff.

Liebe Autosiasten,
Sie kennen sich mit Klassikern aus – sonst würden Sie wahrscheinlich nicht
noch tiefer in die Materie einsteigen wollen, zum Beispiel als Leser der
TRÄUME WAGEN. Wir, die wir mit großer Freude das Heft machen, kennen
uns vielleicht noch nein bisschen besser mit Oldies aus – weil wir täglich damit
zu tun haben, weil wir viele verschiedene Klassiker bei vielen verschiedenen
Anlässen fahren dürfen. Aber wie die Autosuche und der Autoverkauf bei Profis
– gerade im Hochpreissegment – tatsächlich funktioniert, bleibt auch uns oft
verborgen. Schließlich lassen sich nur wenige Käufer und Verkäufer gerne in
die Karten schauen, wenn es um hohe Summen geht. 'Editorial TRÄUME WAGEN 02/2015' weiterlesen

MetallkunstHandgefertigtes Metall-Art Design-Modellauto aus der Original-Schraubenmännchen-Kollektion von Boystoys HK Design: Jeder Geländewagen entsteht in liebevoller Handarbeit und ist ein Unikat. Mit viel Geschick, Kreativität und Liebe zum Detail fertigt der Metall-Art-Designer die kleinen „Kunstwerke“ aus Eisen, Stahl und Kupfer in Kombination mit diversen Teilen wie Schrauben, Muttern und Bolzen. Es wird geschnitten, gesägt, gestanzt, gebogen, gehämmert, geschweißt, gelötet, gebürstet und lackiert. Diese außergewöhnliche Technik verleiht den Objekten einen ganz besonderen Ausdruck. Aus der Geschenke-Kollektion von Boystoys HK Design, das Original Made in Germany, Länge: 28 cm, Breite:
14 cm, Höhe: 10 cm, Gewicht: 2,0 kg.
Preis: 168,90 Euro.
Info: www.boystoys.de

LeathermanDas „Leatherman Tread“ sieht aus und trägt sich wie eine Uhr, verbirgt aber 25 einzelne Werkzeuge für Beruf und Alltag. Das Multifunktions-Werkzeug ist aus mehreren Teilen zusammengesetzt, die verschiedene Schraubendreher und Ringschlüssel beherbergen. Ein Element besteht laut Hersteller aus zwei bis drei solcher Tools, so dass das gesamte Armband 25 Werkzeuge umfasst, darunter diverse Sechskantschlüssel, ein Schneidehaken und ein Hartmetall-Glasbrecher. Die Schließspange dient gleichzeitig als Flaschenöffner. Das Multifunktions-Werkzeug mit Schweizer Uhr soll ab Herbst 2015 erhältlich sein, der Preis wurde noch nicht genannt.

EntenshirtVive la 2CV: Jetzt gibt es das T-Shirt für alle Citroën-2CV-Liebhaber. Der 2CV besitzt auch heute noch – 25 Jahre, nachdem das letzte Auto vom Band lief – weltweit eine riesige Fange-meinde. 99 RODEO DRIVE, der Shop für Automobilia, bietet für die Liebhaber des französischen Urgesteins ein T-Shirt, das den 2CV mit einem Schuss französischen Humors würdigt. Die Gestaltung übernahm der bekannte französische Künstler BOD. Mit seiner Illustration bringt er das Lebensgefühl am Steuer eines 2CV perfekt zum Ausdruck. Hochwertiges T-Shirt, S bis 3XL, nur in Weiß. Preis: 20 Euro,- inklusive Versand, 
Info: www.99rodeodrive.com

Bentley_DuftBentley – ein großer Name, geprägt von der Ikone Bentley Motors. Zweifelsfrei eine Marke, die die höchsten Standards im Bereich Premium erfüllt. Männlichkeit in einem Flacon aus Chrom und solidem Glas kreieren Authentizität und zeitlose Eleganz. Das neue Infinite Intense besticht mit einer Kopfnote aus Schwarzem Pfeffer, Geranie, Lavendel und Veilchen, dem Herz aus Muskat, Elemiharz, Siam-Benzoe und Ambregris, und einer Basis aus Patchouli, Haiti-Vetiver, Marokko-Zeder und Moos.
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Elektroauto–MBEin Elektro-SLS AMG in Monzagrau, Magno oder LeMans Rot, Kunststoff, mit 6-Volt-Elektromotor, Stahlchassis mit Non-Toxic-Lackierung, Kunststoff-Karosserie, Batterie, Ladegerät, Gaspedal, elektrischer Bremse, Vorwärts- und Rückwärtsgang, ergonomisch geformtem Sitz, geräumigem Innenraum, elektrischer Hupe, Rückspiegel, originalgetreuen SLS-Felgen und SLS-Lenkrad. Vmax 4 km/h, maximale Fahrdauer ca. 90 min., Ladedauer ca. 15 Stunden, Maße ca. 155 x 55 x 45 cm, Gewicht ca. 11,3 kg. Preis: 379,90 Euro, Info: www.shop.mercedes-benz.com

Sammler-CadillacAuch als Resine-Miniatur im Format 1:18 vermittelt der 1967er Cadillac Eldorado mit seiner riesigen schwarzen Karosserie den feinen Chromstoßstangen und dem Luxus-Interieur den ganzen Glanz der 60er Jahre. Die originalgetreue Mini-Variante des amerikanischen „Personal Luxury Car“ besticht durch authentisches Design mit matt-schwarz abgesetztem Vinyldach und Weißwandreifen, sowie das detailreich gestaltete Interieur.
Artikelnummer: 191464, Preis: 99,95 Euro.

Info: www.modelcarworld.de

Nostalgi_PosterSuperschnell und superselten: Wer für einen der insgesamt nur dreizehn produzierten Porsche 908/3 gerade nicht genug Kleingeld hat, findet an dieser hochwertigen Illustration sicher Gefallen. Poster ca. 76 x 56 cm. Preis ab 39,95 Dollar
(ca. 35,- Euro). Info: 8380labs.myshopify.com

Polo_Lambo
Schwarz, schlicht, schön: Das kurzärmelige Polohemd für Männer hat drei Knöpfe zum Schließen, eine farblich abgesetzte Knopf-, Kragen- und Ärmelblende und ist mit einem gestickten Lamborghini-Logo auf der linken Brust geschmückt.
Preis: 58,- statt 115,- Euro, erhältlich auch komplett in Schwarz (36,- Euro) und in Blau (41,- Euro).
Info: www.lamborghinistore.com